Förderverein aufgelöst

Förderverein St. Anna Augsburg e.V. einstimmig aufgelöst

Wenn sich ein erfolgreicher Verein auflöst, könnte dies auch traurig stimmen. Im Fall des Fördervereins St. Anna Augsburg e.V. aber war die Stimmung ausgesprochen fröhlich, denn der Verein hat sein satzungsgemäßes Ziel erreicht. 1,9 Millionen Euro hat er für die Sanierung der St. Anna Kirche gesammelt. Die Mitglieder waren sich daher einig und stimmten bei einer außerordentlichen Versammlung am 18. Juli alle für die Vereinsauflösung.

„Helden sind nicht einzelne" - das Motto hat sich bewährt

Im April 2007 hatte sich der Förderverein St. Anna Augsburg e.V. gegründet. Unter dem Motto „Helden sind nicht einzelne. St. Anna Welterbe. Erhalten. Zusammen“ machte er sich daran, Spendengelder zu sammeln. „Unser Motto bewahrheitete sich immer wieder, denn viele Menschen, große und kleine Gaben waren nötig, um die Gesamtsumme zu erreichen“, sagt rückblickend Reinhard Schmerkotte, 1. Vorsitzender des Fördervereins. Neben der Unterstützung durch Stiftungen und Einzelspenden hob er besonders das Engagement der Vereinsmitglieder hervor. „Viele haben mitgeholfen, Benefizkonzerte oder den Adventsbazar „Weihnachtswölkchen“ zu organisieren. Ohne ihre Tatkraft und ihren Rückhalt wäre der Erfolg des Fördervereins so nicht möglich gewesen“.

Heroismus in St. Anna

Ulrich Meier de West, Vertrauensmann des Kirchenvorstands, danke für überaus engagiertes Heldentum. „Der Heroismus in unserer Gemeinde hatte sich bisher in Grenzen gehalten, und so war ich ein wenig skeptisch, ob es gelingen würde, die Spendensumme aufzubringen“, sagte er. Ideenreichtum, innovative Konzepte, spezifische Berufserfahrungen und nicht nachlassender Einsatz der Mitglieder aber hätten zum Erfolg geführt. Insbesondere dankte er dem 1. Vorsitzenden Reinhard Schmerkotte für die gute Zusammenarbeit, Sachlichkeit und Augenmaß. „Es ist ein Schatz, solche Helden unter sich zu haben“; freute sich Meier de West.

Liquidationsverein und neue Ideen

Formal gesehen besteht der Förderverein St. Anna Augsburg e.V. als Liquidationsverein noch ein Jahr weiter. Er wirbt allerdings keine Spenden mehr ein. Die Baumaßnahmen in St. Anna gehen noch bis 2014. Saniert werden bis dahin die Goldschmiedekapelle, die große und kleine Sakristei, der Kreuzgang und der Dachstuhl. Interessierte will die Gemeinde gerne auch zukünftig informieren. Die „Heldenpost“ wird daher als kleine Broschüre in gewohnter Weise erscheinen. Da St. Anna weiterhin Helden und Unterstützer gut brauchen kann, ist daran gedacht einen Freundeskreis zu gründen, der kulturelle, spirituelle oder bauliche Projekte unterstützt.

Spenden sind möglich auf das Konto der Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Anna bei der Kreissparkasse Augsburg BLZ 720 501 01, Kto.-Nr. 14142.