Liebe Gemeindeglieder, liebe Gäste in St. Anna,

"Du stellst meine Füße auf weiten Raum". Unter diesem Wort aus dem Psalter trifft sich unsere Gemeinde Sonntag für Sonntag zum Gottesdienst. Ein wohltuender, und gerade in Zeiten von Corona trostreicher und ermutigender Gedanke. So unsicher gerade Vieles ist, so unklar auch der Weg aus der Krise - mir hilft es, die Welt, in der wir leben, in erster Linie nicht als ein verwirrendes und manchmal bedrohliches Durcheinander wahrzunehmen, sondern als einen Raum, in den wir gestellt sind. Hineingestellt, nicht vergessen, begleitet. 

Diesen Geist atmet St. Anna - eine besondere Kirche, mitten in Augsburg, mit besonderer Geschichte und lebendiger Gegenwart. Mittlerweile fast uneingeschränkt so wie "vor Corona" zugänglich. Lediglich die Lutherstiege muss noch geschlossen bleiben.

Seien Sie herzlich nach St. Anna eingeladen. Als Gemeindeglied, als BesucherIn, zum Gottesdienst, für einen stillen Moment, oder auch, um sich ansprechen zu lassen durch eine vielgestaltige Ausgestaltung, in der Glaube, Klage und Vertrauen vergangener Generationen "hineingewebt" sind.

Am/ab dem 28.Juni, 10.00 Uhr können Sie einen familienfreundlichen "Sofagottesdienst" mitfeiern: Coronageschädigt, wie wir sind, hat uns angesprochen, was vom Propheten Elia erzählt wird. Der stöhnt: "Es ist genug. Ich will nicht mehr"
Ein Stück Brot, ein Krug frischen Wassers und ein Engel verhelfen ihm zu neuem Schwung...

Hier gibt es noch ein Liedblatt zum Mitsingen:

 

Lackerschmid
Bildrechte: Wolfgang Lackerschmid

Vom 1.7. bis 31.8. sind (fast) täglich von 16 bis 17 Uhr unter dem Titel "Geschichte einer Stadt" neue Kompositionen Wolfgang Lackerschmids für Steininstrumente zu hören. Erstmals wirken dabei Gastsolisten mit.

Der Eintritt ist frei, weitere Informationen entnehmen Sie der Tagespresse

Bildrechte: beim Autor

Am 7.Juli findet nun, nach längerer coronabedingter Pause, das Friedensgebet punkt 7 wieder offiziell statt!
Die brutale Ermordung eines Afroamerikaners durch die US-Polizei hat selbst in Corona-Zeiten die Welt aufgerüttelt. Auch in anderen Ländern, auch in Deutschland geschieht Diskriminierung, oft ganz leise, aber doch verletzend.
Im Rahmen von punkt 7 gibt Frau Dr. Margret Spohn, Leiterin des Büros für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg, Denkanstöße zur Diskriminierung.

Vom Mitte Juni bis Mitte August dürfen auf der neu eingerichteten Sommerbühne im Annahof zumindest Teile der Augsburger Live-Kultur endlich wieder aus ihrem virusbedingten Dornröschenschlaf erwachen - und St. Anna beteiligt sich daran im Rahmen einer Kooperation mit verschiedenen Partnern.

und ich will es mir auch nicht einreden lassen...

Manchmal verrät ein einziges Wort viel über die Zeit, aus der er stammt. „Ich-AG“ ist so eins. Es konnte wohl nur in unserer Zeit entstehen und Karriere machen. Was unsere Zeit ausmacht: die zunehmende Individualisierung und die Durchökonomisierung unserer Welt in fünf Buchstaben gepackt. Plus ein Bindestrich. Die „Ich-AG“ hat das Denken einer Dekade geprägt: du bist für dich verantwortlich (und zwar im wesentlichen Du allein), und du musst halt schaun, dass du dich gut verkaufst.

leuttor
Bildrechte: privat

Für Obdachlose sind diese Tage besonders herausfordernd. Die gewohnten "Einkommensquellen" entfallen, die Augsburger Tafel ist geschlossen.

Ein Gabenzaun bietet die Möglichkeit zur kontaktlosen Übergabe von Nahrungsmitteln und anderen Dingen des täglichen Grundbedarfes. Dazu hat die Kirchengemeinde der Freiwilligeninitative "AK Wohnen" das Eisentor an der Annastraße zur Verfügung gestellt.

Wer sich an den Aktivitäten der Gruppe beteiligen möchte,